SPÄTE GEGENTORE KOSTEN LINDHORST DEN SIEG IN SPRINGE
FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH
Springe. Der TuS Jahn Lindhorst musste sich beim FC Springe nach einer bitteren Schlussphase mit 2:3 geschlagen geben – eine Niederlage, die aus Lindhorster Sicht vermeidbar war.
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Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste durchaus ordentlich. Lindhorst agierte diszipliniert, stand defensiv kompakt und ließ aus dem Spiel heraus nur wenige Torchancen zu. Im eigenen Offensivspiel offenbarte sich jedoch einmal mehr ein bekanntes Problem: Zu hektisch, zu ungenau und insgesamt zu harmlos im letzten Drittel. Die mangelnde Durchschlagskraft zieht sich bereits seit Wochen durch das Spiel des TJL. Glück hatte Lindhorst in der ersten Hälfte, als Robert Schulte freistehend vor dem Tor nur die Latte traf. Kurz vor der Pause gingen die Gäste dann dennoch in Führung: Nach einem umstrittenen Handelfmeter behielt Jan-Malte Sydow die Nerven und verwandelte sicher zum 0:1 (41.).
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Nach dem Seitenwechsel übernahm der FC Springe zunehmend die Initiative und kam folgerichtig in der 59. Minute zum Ausgleich. Über die rechte Seite vorgetragen, landete der Ball erneut bei Robert Schulte, der diesmal frei vor dem Tor keine Probleme hatte und zum 1:1 einschob. In der Folge fand Lindhorst wieder besser ins Spiel und gestaltete die Partie ausgeglichener. In der 76. Minute gelang dann sogar die erneute Führung: Nach einer Flanke von Miles Sydow setzte sich sein Bruder Jan-Malte Sydow im Strafraum stark gegen Verteidiger und Torwart durch und erzielte das 1:2. Doch in der Schlussphase verlor Lindhorst zunehmend die Konzentration – insbesondere bei Standardsituationen.
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Nach einem Freistoß in der 85. Minute bekam die Defensive den Ball nicht geklärt, sodass Jonah Sölter zum 2:2 ausgleichen konnte. Nur wenig später nutzte der FC Springe eine weitere Standardsituation eiskalt aus: Nach einer Ecke gelang es erneut keinem Lindhorster Verteidiger, den Ball entscheidend zu klären, und Luca Thake erzielte den 3:2-Endstand.
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Entsprechend enttäuscht zeigte sich Spartenleiter Thorsten Langer nach dem Abpfiff: „Wir bekommen Woche für Woche diese Standardsituationen. Diesmal diesen Eckball. Es war ja noch nicht einmal der erste Ball, der aufs Tor geht. Der hüpft einmal durch, der hüpft zweimal durch, dann kann einer den Ball am zweiten Pfosten sogar noch annehmen und eindrücken. Das darf nicht passieren.“ Durch die Niederlage droht dem TuS Jahn Lindhorst ein Abrutschen auf den 12. Tabellenplatz, sollte der SC Rinteln am Sonntag gegen den MTV Rehren punkten.
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Am kommenden Wochenende steht für den TJL das nächste wichtige Spiel an: Im Heimspiel wartet das Derby gegen den SW Enzen – eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung nach dieser bitteren Niederlage.
TuS Jahn Lindhorst:
Lanz, L. Unruh, Pittelkow, Othmer, J. Sydow, M. Sydow, V. Unruh, Jung, Aust, Kohnert, Schütte (Ellersiek, Hausen, Serinek, Gaus, Kubba, Holz, Maier).









































