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SPEKTAKEL IN IHME-ROLOVEN - LINDHORST ERKÄMPFT SICH EIN 4:4

TEXT/FOTOS: SVEN UNRUH

Ronnenberg. Was für ein Fußballspiel! Beim Aufstiegsaspiranten SV Ihme-Roloven zeigte der TuS Jahn Lindhorst eine überzeugende Leistung und erkämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand noch ein 4:4. Vor allem in der zweiten Halbzeit war der TJL die bessere Mannschaft und schnupperte zwischenzeitlich sogar am Auswärtssieg. Mit einem solchen Ergebnis hatten wohl beide Mannschaften vor dem Anpfiff nicht gerechnet.


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Der TJL erwischte einen guten Start und hatte zunächst mehr Ballbesitz. Elias Kohnert sorgte mit einer ersten Chance auch gleich für Gefahr. Nach rund 15 Minuten fanden die Gastgeber allerdings besser in die Partie und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Pascal Sakaluk und Armend Musa hatten die Führung auf dem Fuß, ihre Schüsse gingen jedoch jeweils über das Tor. In der 32. Minute war es dann soweit: Varni Shambo fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und setzte den Ball unhaltbar in den Winkel – 1:0 für Ihme-Roloven.


Bildergalerie (60 Bilder):


Fünf Minuten später fiel das 2:0 auf höchst kuriose Art und Weise. Ein Eckball von der linken Seite landete auf dem Kopf von Armend Musa. Der Ball flog nahezu senkrecht rund fünf Meter in die Höhe und fiel anschließend irgendwie hinter der Torlinie herunter. Kurz vor der Pause hatte Pascal Sakaluk sogar die große Chance zum 3:0. Nach einem Ballverlust von Vincent Unruh an der Mittellinie lief der Stürmer alleine auf das Tor zu, umspielte Torwart Krause und wollte den Ball nur noch einschieben. Doch Unruh setzte nach, eilte zurück und bügelte seinen Fehler selbst wieder aus. Im letzten Moment kratzte er den Ball von der Linie.


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Nach dem Seitenwechsel zeigte der TJL dann ein völlig anderes Gesicht. Die Gäste kamen mit viel Druck aus der Kabine und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Elias Kohnert, Jan-Malte Sydow und Fabio Schütte sorgten immer wieder für Gefahr. In der 65. Minute belohnte sich Lindhorst schließlich für den Aufwand. Miles Sydow setzte Fabio Schütte in Szene, der aus rund zehn Metern abzog und den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte. Die Freude währte allerdings nicht lange. Nur sechs Minuten später gönnte sich die Lindhorster Defensive eine kollektive Tiefschlafphase. Ein schnell ausgeführter Freistoß überraschte die Gästeabwehr, Armend Musa bekam den Ball, umkurvte zwei Verteidiger und schob allein vor Torwart Krause zum 3:1 ein.


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Doch auch davon ließ sich der TJL nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Ricardo Diaz Garcia bewies Moral und schlug erneut zurück. In der 73. Minute landete eine Flanke von Othmer auf dem Kopf von Miles Sydow, der den Ball zum 3:2 ins Netz setzte. Und jetzt ging es Schlag auf Schlag. Nur drei Minuten später fiel der Ausgleich – und zwar auf kuriose Weise. Miles Sydow drang über die rechte Seite in den Strafraum ein, sein Schuss wurde geblockt und der Ball landete bei Elias Kohnert. Der legte nach links auf Fabio Schütte ab. Dessen Schuss traf den Torwart und sprang von dort zum 3:3 ins Netz.


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Der TJL wollte nun sogar mehr. In der 83. Minute war die Partie tatsächlich gedreht. Eine von Luca Blaser getretene Ecke fand den Kopf von Jan-Malte Sydow, der den Ball zur 4:3-Führung für Lindhorst ins Tor wuchtete. Doch der Fußballgott hatte an diesem Nachmittag offenbar noch eine Pointe parat. Nur zwei Minuten später bekam Ihme-Roloven einen Freistoß zugesprochen. Francisco Javier Pulido Leon nahm aus über 30 Metern Maß und hämmerte den Ball ins Netz. 4:4 – der Endstand in einer verrückten Partie.
Damit nahm der TJL einen Punkt beim Aufstiegsaspiranten mit. Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Ricardo Diaz Garcia trotz des späten Ausgleichs zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft:

„Ich habe mir den Gegner vorher angesehen und natürlich war heute mit Pietler, Geric und Tsitouridis diverse Qualität nicht in der Startelf. Deshalb habe ich schon im Hinterkopf gehabt, dass heute vielleicht mehr drin ist. Und so war es ja auch die ersten 20 Minuten. Wir haben das Spiel gemacht und uns die eine oder andere Torchance erarbeitet. Dann hat Ihme-Roloven uns höher angelaufen und wir haben eine Zeit lang damit aufgehört, was schade ist, weil wir vielleicht das nötige Selbstvertrauen noch nicht haben. Dann kriegen wir aus 30 Metern so ein Ding. Da haben wir schlecht verteidigt. Dann der Standard, so wie letztes Jahr auch schon. Wir verteidigen das nicht gut. Dann bist du nach dem 2:1 wieder im Spiel und bekommst wieder so ein Bananentor. Das ist ärgerlich. Aber trotz alledem: eine brutale Moral. Die Jungs kämpfen und beißen.“

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem TJL allerdings nicht. Bereits am Dienstag geht es weiter. Dann wartet mit dem SC Rinteln die nächste Herausforderung auf die Lindhorster.

Tus Jahn Lindhorst: Krause, Othmer, J. Sydow, M. Sydow, V. Unruh, Blaser, Aust, Reese, Kohnert, Schütte, Holz (Lanz, L. Unruh, Pittelkow, Sennholz, Jamshedi).

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