CLEVERER SC RINTELN ZERLEGT TUS JAHN LINDHORST
FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH
Rinteln. Der TuS Jahn Lindhorst musste am Dienstagabend beim SC Rinteln eine deutliche 2:7-Niederlage hinnehmen. Nach dem starken 4:4 am vergangenen Sonntag beim SV Ihme-Roloven erwischte der TuS einen schwierigen Abend und lag bereits zur Halbzeit mit 0:5 zurück.
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Die Gastgeber gingen bereits in der 4. Minute in Führung. Nach einem schnellen Konter kam der Ball zu Bedey, der aus rund zehn Metern zum 1:0 einschoss. Nur fünf Minuten später erhöhte Rinteln auf 2:0. Bedey setzte Kruska mit einem langen Ball ein. Der Rintelner setzte sich im Laufduell durch und vollendete anschließend frei vor dem Tor. Lindhorst kam in der Folge ebenfalls zu Möglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Rinteln blieb bei seinen schnellen Gegenangriffen gefährlich und erhöhte in der 29. Minute auf 3:0. Nach Zuspiel von Lohmeier schloss Franzmeier den Konter erfolgreich ab.
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Kurz vor der Pause folgten zwei weitere Treffer. In der 42. Minute nutzte Kruska einen weiteren Konter zum 4:0. In der Nachspielzeit führte eine Ecke schließlich zu einem Eigentor und damit zum 5:0-Halbzeitstand. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Ein missglückter Querpass der Lindhorster landete bei Kruska, der allein vor dem Tor auftauchte und mit seinem dritten Treffer des Abends auf 6:0 erhöhte. Das 7:0 fiel nach einer Ecke. Bedey verlängerte den Ball per Kopf auf Gahr, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. In der Schlussphase nahm Rinteln etwas Tempo aus dem Spiel. Der TuS konnte dies nutzen und durch zwei Treffer von Miles Sydow noch auf 2:7 verkürzen.
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Trotz der deutlichen Niederlage hatte Lindhorst über die gesamte Partie hinweg mehrere gute Torchancen. Diese wurden jedoch entweder nicht präzise genug abgeschlossen oder von Rintelns Torwart Ronnenberg pariert. Auch Rintelns Trainer Giuseppe Inserra sah ein Spiel, in dem das Ergebnis nicht unbedingt den gesamten Spielverlauf widerspiegelte.
Der Spielverlauf hat natürlich für uns gesprochen. Dass fast jeder Angriff am Anfang gleich drin war, war natürlich effektiv. Wir können uns nicht beschweren, wenn es nur 4:3 für uns steht, anstatt 0:5 aus Lindhorster Sicht. Wir hatten auch noch mehrere Torchancen. Ich glaube, der Sieg war unterm Strich doch verdient. Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wieder. Aber ich bin stolz auf meine Jungs, dass wir wieder gewonnen haben“, zeigte sich Inserra nach dem Abpfiff zufrieden. Lindhorsts Trainer Ricardo Diaz Garcia war dagegen enttäuscht, sah aber auch positive Aspekte im Auftritt seiner Mannschaft: „Vor dem 0:1 muss man eigentlich ein Foul pfeifen. Da haben wir es eigentlich schon auf dem Fuß, das 1:0 zu machen, und dann bekommst du diesen Konter. Danach haben wir die Möglichkeit, das 1:1 zu machen, haben Chancen und jede offensive Aktion geht rein. Alles wurde sofort bestraft.“
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Auch beim zweiten Gegentreffer sah Diaz Garcia die Geschwindigkeit der Rintelner als entscheidenden Faktor: „Beim 2:0 geht Daniel (Aust) hinterher und kommt nicht richtig hinterher, weil der andere eine extreme Geschwindigkeit hat. Dann läufst du der Musik halt hinterher.“ Trotz des deutlichen Rückstands zur Pause hob der Lindhorster Coach die Einstellung seiner Mannschaft hervor: „Ich habe sechs Torchancen gezählt in der ersten Halbzeit, die wir machen können. Nach dem 0:5 in der ersten Halbzeit die Motivation noch hochzuhalten – da muss ich sagen, Hut ab, dass sie nicht komplett auseinandergebrochen sind.“
Neben der Niederlage musste der TuS zudem zwei verletzungsbedingte Ausfälle verkraften. Luis Othmer und Jan-Luca Pittelkow mussten angeschlagen vom Platz und werden am kommenden Sonntag voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. Für den SC Rinteln war es dagegen der zweite deutliche Sieg im zweiten Saisonspiel. Mit einem Torverhältnis von 12:2 belegen die Gastgeber aktuell den zweiten Tabellenplatz. Für den TuS Jahn Lindhorst gilt es nun, die Partie schnell abzuhaken und am kommenden Sonntag wieder an die Leistung aus dem Spiel beim SV Ihme-Roloven anzuknüpfen.
SC Rinteln: Ronnenberg, Requardt, Barry, Rachow, Lohmeier, Flentge, Kruska, Franzmeier, Weishaupt, Bedey (Mönkemöller, Bartram, Yel, Kone, Gahr, Kissely, Meinardus)
TuS Jahn Lindhorst: Lanz, Othmer, J. Sydow, M. Sydow, V. Unruh, Blaser, Aust, Reese, Kohnert, Schütte, Holz (Krause, L. Unruh, Pittelkow, Sennholz, Wedemeier, Hausen, Jamshedi).












































