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VFL WEHRT SICH LANGE IN UNTERZAHL GEGEN DIE NIEDERLAGE

Bückeburg. Es war das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Hannover Staffel 1: Der Tabellendritte VfL Bückeburg unterlag im heimischen Jahnstadion Tabellenführer SC Twistringen 1:3 (1:0). 64 der 90 Minuten Spielzeit spielte der VfL in Unterzahl, Marlo Niemann sah in der 26. Minute die rote Karte. An diesem Platzverweis entzündeten sich die Gemüter, vor allem an der Aussage des Linienrichters, er habe gesehen wie Niemann seinem Gegner ins Gesicht geschlagen habe. Nach Aussagen von Niemann habe er nur versucht, zwei Streithähne auseinander zu schieben. Dem ganzen voraus ging ein rüdes Foul von Noah Bartke, der statt der gezeigten gelben eigentlich die rote Karte hätte sehen müssen. Darauf folgten Diskussionen und der Platzverweis für Niemann.


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Die Schiedsrichterleistung war dem Spitzenspiel nicht angemessen, so die einhellige Meinung auf dem Platz. Er ließ viel laufen, und so verschwammen zeitweise die Grenzen zwischen körperlicher Präsenz im Zweikampf und überhartem Einsteigen. VfL-Coach Kim Neubert war verärgert und auch ratlos. „Ich weiß nicht, was wir verkehrt machen, was die Schiedsrichter mit uns machen. Wir kriegen für Nichts Platzverweise, während die anderen auf uns eintreten“, sagte Neubert. Wie schon in den Vorwochen litt der VfL unter Personalproblemen, so dass diesmal mit Pascal Könemann, Tim Buchwald und Steffen Führing unter anderem drei ältere Routiniers saßen.


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So wirklich spielentscheidend war der Platzverweis nicht. Es fehlten halt zuviele individuell starke Spieler gegen einen Gegner, der von Beginn an zeigte, warum er unangefochten auf dem ersten Platz steht. Der VfL verteidigte verbissen sein Tor, während Flanke auf Flanke in den VfL-Strafraum segelte. Die Überraschung passierte bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Hausherren, der Ball landete bei Bastian Evers, der aus spitzem Winkel zum 1:0 in das Gäste-Tor traf (33.). Jetzt also führte der VfL in Unterzahl, bei den Gästen zeigte der Treffer Wirkung, bis zur Pause ließ der Druck etwas nach.


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Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit war eins klar: Twistringen würde mit aller Macht kommen, und so kam es auch. Bückeburg stand in der Abwehr, hatte zwei, dreimal Glück und hielt die Führung bis zur 69. Minute. Da gelang den Gästen ein schnell durchgespielter Angriff, der Ball wurde von der Grundlinie am Fünfeterraum auf Höhe des Elfmeterpunktes zurück gelegt. Dort nahm Beytullan Sengönül den Ball direkt und hämmerte ihn unhaltbar in das VfL-Tor. Nur drei Minuten später tauchte Johann Beuke allein vor VfL-Keeper Pascal Pöhler auf und traf zum 2:1 für die Gäste.


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Bückeburg reagierte, öffnete nach und nach die Abwehr, um den 2:2-Ausgleich zu schaffen. Es ergaben sich Chancen für Hausherren, aber auch viel Platz für Twistringen. Zwischen der 85. und 90. Minute rettete einmal Bjarne Struckmeier auf der Linie, ein Schuss krachte an die Latte. Aaron Djulic entschied das Spitzentreffen mit dem Treffer zum 3:1 für Twistringen endgültig (90.). Insgesamt zog sich Bückeburg gegen einen starken Gegner achtbar aus der Affäre, die Personalmisere wurde durch den Platzverweis für Niemann nicht besser.

VfL Bückeburg: P. Pöhler, K. Pöhler, Bartke, Struckmeier, Schwier, Evers, Bremer, Kummert, Niemann, Weiß, Schmidt (Könemann, Rohrbach, Buchwald, Salefski, Hese, Zenke, Schmöe, Führing, Lohmann, Marzinowski).

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