LINDHORST WIRD BEIM TABELLENFÜHRER ERST SPÄT DEUTLICH GESCHLAGEN
FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH
Barsinghausen. Die Kombination aus einem dünnen Kader und großem Verletzungspech wurde dem TuS Jahn Lindhorst beim Auswärtsspiel beim Tabellenführer TSV Barsinghausen erneut zum Verhängnis. Mit 6:1 (1:1) fiel die Niederlage am Ende deutlich aus, doch das Ergebnis täuscht über den eigentlichen Spielverlauf hinweg. Über weite Strecken hielt der TuS Jahn gut dagegen und machte dem Spitzenreiter das Leben schwer. Erst in der Schlussviertelstunde brachen bei den Gästen die Kräfte weg.
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Dabei erwischte Barsinghausen einen kuriosen Start. Bereits in der 3. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Bei einem Klärungsversuch von Pascal Holz im eigenen Strafraum landete der Ball unglücklich an der Hacke von Luca Blaser und flog von dort ins eigene Tor. In der Folge hatte der Tabellenführer zwar deutlich mehr Ballbesitz, konnte daraus aber nur wenig Kapital schlagen. Die Lindhorster standen kompakt, verteidigten mit großem Einsatz und hielten Barsinghausen weitestgehend vom eigenen Tor fern. In der 26. Minute gelang dem TuS Jahn dann der verdiente Ausgleich. Lennox Unruh setzte sich auf der rechten Seite durch, drang in den Strafraum ein und legte den Ball von der Grundlinie zurück. Fabio Schütte nahm die Vorlage auf und traf aus rund zehn Metern zum 1:1.
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Auch nach dem Seitenwechsel blieb Barsinghausen die spielbestimmende Mannschaft, doch Lindhorst hielt mit viel Einsatz dagegen. Erst in der 59. Minute gelang dem Tabellenführer die erneute Führung. Ein Freistoß von der Strafraumgrenze wurde auf den zweiten Pfosten geschlagen und per Kopf zurückgelegt. Leon Büsing stand dort goldrichtig und erzielte aus kurzer Distanz das 2:1. Bis zur 75. Minute blieb Lindhorst weiterhin gut im Spiel. Die Mannschaft kämpfte um jeden Ball und schaffte es immer wieder, die Angriffsbemühungen des Spitzenreiters frühzeitig zu unterbinden. Doch mit zunehmender Spieldauer machten sich die fehlenden personellen Alternativen bemerkbar.
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Ab der 77. Minute folgte schließlich der Einbruch. Ein Ballverlust an der Mittellinie leitete einen Konter über die linke Seite ein, den Kenan Tiryaki zum 3:1 abschloss. Nur vier Minuten später zeigte sich ein ähnliches Bild auf der anderen Seite. Erneut nutzte Barsinghausen die sich bietenden Räume, und Leon Büsing erhöhte auf 4:1.
Damit war die Gegenwehr der Gäste endgültig gebrochen. Volkan Culha erzielte in der 85. Minute das 5:1, ehe Hammed Obisesan in der 88. Minute einen Strafstoß zum 6:1-Endstand verwandelte. Vier Gegentore in der Schlussviertelstunde sorgten damit für eine deutliche Niederlage, die den lange Zeit ausgeglichenen und engagierten Auftritt der Lindhorster allerdings nur unzureichend widerspiegelt. Die dünne Personaldecke machte sich insbesondere in der Schlussphase bemerkbar. Auch die Einwechslungen konnten keine neuen Impulse mehr setzen.
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Trainer Ricardo Diaz Garcia zeigte sich nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: „Wir haben gute 60 Minuten gespielt, aber du nimmst nur was mit, wenn du gute 90 Minuten spielst. Und du siehst einfach den Unterschied, wenn wir anfangen zu wechseln. Es war schon schwierig, den Ball über zwei oder drei Stationen zu spielen. Und dann wirst du bei jedem Fehler sofort bestraft. Du siehst, dass wir körperlich noch nicht 90 Minuten marschieren können. Das muss ich mir ankreiden. Vielleicht bin ich im Training zu nett.“ Für den TuS Jahn gilt es nun, die positiven Ansätze aus den ersten 75 Minuten mitzunehmen und gleichzeitig die Lehren aus der Schlussphase zu ziehen. Viel Zeit bleibt dafür nicht, denn bereits am kommenden Samstag wartet die nächste schwere Aufgabe. Im Heimspiel empfängt Lindhorst mit dem VfL Bückeburg den nächsten Aufstiegsanwärter.
TuS Jahn Lindhorst: Krause, L. Unruh, Othmer, Miles Sydow, V. Unruh, Blaser, Hausen, Aust, Reese, Schütte, Holz (Lanz, Gornig, Pittelkow, Jamshedi, J. Sydow, Sennholz, Wedemeier, Wildemann, Marvin Sydow).














































