POKALAUS FÜR LINDHORST - GUTE LEISTUNG BLEIBT UNBELOHNT
FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH
Lindhorst. Eine Woche vor dem Start in die neue Bezirksligasaison stand für den TuS Jahn Lindhorst die Generalprobe im Bezirkspokal an. Mit dem HSC BW Schwalbe Tündern gastierte ausgerechnet ein Staffelkonkurrent und zugleich einer der Favoriten der Liga am Lindhorster Sportplatz. Am Ende setzte sich der Landesliga-Absteiger mit 3:1 (0:0) durch und zog verdient in die nächste Pokalrunde ein. Das Ergebnis fiel dabei deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ.
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Vor einer ungewohnt überschaubaren Kulisse von lediglich 116 zahlenden Zuschauern und bei bestem Fußballwetter entwickelte sich zunächst eine taktisch geprägte Partie. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend. Lindhorst stand defensiv kompakt, verschob diszipliniert und ließ dem favorisierten Gast kaum Räume. Gleichzeitig setzte die Mannschaft von Ricardo Diaz Garcia immer wieder eigene Offensivakzente.
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Wie bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison fehlte den Gastgebern jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Jan-Malte Sydow kam gleich dreimal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, setzte den Ball jedoch jeweils knapp neben das Tor. Auf der Gegenseite fand auch Tündern zunächst kein Mittel gegen die gut organisierte Lindhorster Defensive. Die einzige wirklich gefährliche Aktion der ersten Halbzeit entstand erst in der 44. Minute, als ein Abschluss von Ugur Aydin lediglich am Pfosten landete. Wenig später ging es torlos in die Kabinen.
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Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Lindhorst den besseren Start. Luca Janis Blaser (57.) und Miles Sydow (58.) hatten die Führung auf dem Fuß, konnten ihre Chancen jedoch nicht nutzen. Stattdessen schlug der Favorit eiskalt zu. In der 59. Minute konterte Tündern über die linke Seite. Lennart Scholtka setzte sich durch und fand mit seiner Hereingabe den freistehenden Mason Just, der aus kurzer Distanz zum 0:1 einschob. Nur zwei Minuten später folgte nahezu eine Kopie des ersten Treffers. Erneut drang Scholtka über die linke Seite in den Strafraum ein, ließ einen Verteidiger stehen und traf diesmal selbst zum 0:2.Lindhorst zeigte sich von diesem Doppelschlag sichtlich beeindruckt. In der 65. Minute sorgte schließlich ein unglücklicher Fehler für die Vorentscheidung. Ein eigentlich als Rückpass gedachtes Zuspiel landete direkt bei Ugur Aydin, der allein auf Torhüter Maximilian Lanz zulaufen und zum 0:3 vollenden konnte.
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Doch der TuS Jahn Lindhorst gab sich keineswegs auf. Die Gastgeber fanden wieder besser ins Spiel, übernahmen zunehmend die Kontrolle und erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten. In der 79. Minute wurden die Bemühungen schließlich belohnt. Nach einer uneigennützigen Vorarbeit von Jan-Malte Sydow konnte Vincent Unruh den Ball aus vier Metern zum 1:3 über die Linie drücken.Auch in der Schlussphase blieb Lindhorst die aktivere Mannschaft und kam zu weiteren hochkarätigen Chancen. Entweder fehlte jedoch die letzte Präzision oder der starke Schlussmann der Gäste verhinderte mit guten Paraden einen noch engeren Spielausgang.Trotz des Ausscheidens zeigte sich Trainer Ricardo Diaz Garcia nach dem Schlusspfiff mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden:
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„Es war eine gute erste Halbzeit. Wir haben taktisch diszipliniert gespielt, wenig zugelassen und gehen mit einem guten 0:0 in die Halbzeit. Tündern hatte in der ersten Halbzeit keine richtige Torchance. Wir aber schon, nur leider waren wir vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir noch die eine oder andere Möglichkeit. Was mich ein bisschen ärgert, ist der Tiefschlaf zwischen der 60. und 67. Minute. Wobei das 0:3 eigentlich gar nicht fallen darf, weil Ugur Aydin vorher Daniel (Aust) ins Gesicht schlägt. Dafür hätte es eigentlich Rot geben müssen. Auch in der ersten Halbzeit gab es schon eine Situation mit gestrecktem Fuß und offener Sohle, bei der es ebenfalls eine Rote Karte hätte geben müssen. Dann läuft das Spiel meiner Meinung nach komplett anders. Ansonsten haben die Jungs diszipliniert und gut gespielt. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf den Saisonstart.“
Trotz des Pokalaus kann der TuS Jahn Lindhorst positive Erkenntnisse aus der Partie mitnehmen. Lediglich die Chancenverwertung und wenige unkonzentrierte Minuten nach der Pause verhinderten eine Überraschung. Am kommenden Sonntag beginnt für den TuS Jahn Lindhorst die neue Bezirksligasaison beim SV Ihme-Roloven.
TuS Jahn Lindhorst: Lanz, Pittelkow, Othmer, J. Sydow, M. Sydow, V. Unruh, Jung, Aust, Reese, Blaser, Holz (Hausen, Sennholz, Kreft, Serinek, Jamshedi, Kubba).



























































