JOEL WOLF BEHÄLT DIE NERVEN VOM SIEBENMETERPUNKT
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Hildesheim. Knapper ging es nicht: Durch einen von Joel Wolf in letzter Sekunde verwandelten Siebenmeter gewann der Handball-Regionalligist MTV Großenheidorn beim TuS GW Himmelsthür 33:32 (15:16). Der Auswärtssieg bereitete den Boden für das vorentscheidende Spiel um den zweiten Aufstiegsplatz zur 3. Liga nach der Osterpause gegen den Tabellenzweiten Northeimer HC. Der Wichtigkeit des Spieles entsprechend bot der MTV alles zur Verfügung stehendes Personal auf. Wolf war nach wie vor angeschlagen, Jakob Bormann spielte mit einer Verletzung an der Hand, der bis dahin schmerzlich vermisste Mika Ritter war in der Abwehr dabei. „Alle haben versucht sich einzubringen“, beschrieb Coach Stephan Lux das letzte Aufgebot.
„Es war Wille pur“, beschrieb Lux das Spiel. Gerade in der zweiten Halbzeit verlief das Spiel ergebnistechnisch absolut auf Augenhöhe. 26:25 (51.), 27:27 (54.), die Schlussminuten wurden hochspannend. Dann wiederholten sich die Ereignisse. Wie vor einer Woche im Spiel gegen die SG Achim/Baden führte der MTV 38 Sekunden vor dem Ende 32:31 und bekam einen Siebenmeter zugesprochen. Es war die Chance auf den Matchball und wie vor einer Woche wurde er verschossen. So gelang Himmelsthür elf Sekunden vor Spielende das 32:32. Großenheidorn lief den letzten Angriff mit sieben Feldspielern, Himmelsthür stoppte ihn mit einem harten Foul. Eine Sekunde vor Spielende sah Dennis Bartels dafür die rote Karte. Wolf zeigte seine Nervenstärke, nahm sich den Ball und verwandelte den fälligen Siebenmeter zum 33:32.
MTV Großenheidorn: Buhre, Weiß 5/1, L. Ritter 5, Bausch 7, M. Ritter, Wolf 6, Bormann 3, Wernlein, Kirchhoff 3, Bergmann, Dömötör 1, Nickel, Marotzke 2/1, Müller, Frommeyer, Pietsch 1.